Diesellokomotiven

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Vor der Gründung der Deutschen Reichsbahn bzw. der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft hatten Motorlokomotiven noch keine Bedeutung. Es gab eine einzige Diesellokomotive bei der Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung, die jedoch weder Baureihenbezeichnung, Gattungszeichen noch Betriebsnummer erhielt.

Nach der Einführung eines einheitlichen Nummernsystems durch die DRG erhielten Lokomotiven mit Antrieb durch Verbrennungsmotor Betriebsnummern, die sich aus dem Stammbuchstaben "V" und einer 3- oder 4-stelligen Ordnungsnummer zusammensetzten. Die ersten beiden Ziffern der Ordnungsnummer sollten einer Baureihenbezeichnung vorbehalten sein, während die letzten beiden Ziffern die laufende Nummerierung innerhalb der Baureihe vorbehalten sein sollten. Im Gegensatz zu den Dampflokomotiven waren aber die Betriebsnummern ohne Aussagekraft über technische Daten oder Einsatzmöglichkeit.

Ab 1930 wurde ein neues, aussagekräftigeres Baureihen- und Betriebsnummernsystem eingeführt. Die Stammnummer setzte sich jetzt aus dem Kennbuchstaben "V" und einer 2- oder 3-stelligen Kennzahl zusammen, die ungefähr dem 10. Teil der installierten Motorleistung in PS angab.

Beispiel: Die ehemalige V 3201 mit einer Leistung von 1.200 PS wurde als V 120 001 neu eingeordnet.

Jetzt dienten Kennbuchstabe und Kennzahl als Baureihenbezeichnung von Lokomotiven, die gleiche Kenndaten hatten und unter gleichen Bedingungen eingesetzt werden konnten. Die erste oder die ersten beiden Ziffern dieser Ordnungsnummer wurden meistens zur Kennzeichnung von Unterbaureihen benutzt.

Beispiele:   

V 180 001 bis V 180 087 als Baureihe V 1800 mit 2x 900 PS und der Achsfolge B'B'
V 180 101 bis V 180 182 als Baureihe V 1801 mit 2x 1.000 PS und der Achsfolge B'B'
V 180 201 bis V 180 406 als Baureihe V 1802-4 mit 2x 1.000 PS und der Achsfolge C'C'

Dieses Betriebsnummernsystem wurde bei der DB bis 1968 und bei der DR bis 1970 beibehalten. Danach erfolgte die Umnummerierung mit Computernummern wie bei den Dampflokomotiven.

Seit 1968 fiel bei der DB der Kennbuchstabe "V" durch diese Umnummerierung fort. So wurde aus der V 36 die Baureihe 236, aus der V 80 die BR 280, die V 2000 wurde zur BR 220 u.s.w.

 

Nachsatz:
Diese Informationen stammen in stark verkürzter Form dem Buch "Diesellokomotiven deutscher Eisenbahnen" von Wolfgang Glatte, erschienen im alba-Verlag.

 

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