Bahnhof

 

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Der Winter 2011/2012 war nicht sehr lang, aber zeitweise heftig! Ich hatte etwas Zeit (als Pensionär hat man damit so seine diversen Schwierigkeiten) und konnte an der Anlage weiterbauen. Also wurden zunächst die Segmentplatten besorgt - 6 an der Zahl.

Ich entschied mich für 4 Spanplatten (19 mm) in der Größe 1 x 1,10 m und zwei weitere mit anderen Maßen, um den gesamten Anlagenteil bedecken zu können. Bis heute habe ich allerdings noch nicht das Problem gelöst, wie ich die Platten nach oben klappen kann, damit ich die elektrischen Verbindungen und die Weichenantriebe anbringen kann. Zur Zeit liegen sie noch lose auf dem Untergestell.

Das erste, was ich nach drei Wochen feststellte war, dass sich die Platten - trotz der an sich geringen Ausmaße - nach unten durchbogen. Ich hätte es wissen müssen, habe ich doch darüber schon gelesen. Spanplatten eignen sich nur bedingt zum Anlagenbau! Also habe ich an den Front- und Rückseiten Metallleisten als Verstärkung angeschraubt. Jetzt sitzen die Platten einigermaßen plan auf. Das nächste wird sein, unter den Platten noch Verstärkung in Form von 5 cm Holzleisten anzubringen. Wer keine Arbeit hat, muss sich eben welche machen.

Dann wurden die Spanplatten mit 5 mm Korkplatten beklebt. Anhand der Fotos kann man sehen, dass das noch nicht abgeschlossen ist.

Dann folgten Wochen fürchterlicher Bahnhofsplanung.

Ich habe hin und her überlegt, diverse Pläne gezeichnet und wieder verworfen. Es war spannend zu sehen, welcher geistigen Leistungen ich noch fähig war. Natürlich habe ich auch diverse Originalpläne gesichtet, aber es war nicht viel dabei. Immer wieder kam ich auf den Bahnhof Idar-Oberstein, der in seiner Epoche-3-Zeit ein echter Modellbahnhof war. Eine große Hilfe stellt dabei folgende Website dar:

DB-Pläne

Am Ende habe ich im Geist (Kopf) einen eigenen Plan entworfen, der alle meine Bedingungen erfüllte:

1. Dreigleisiger Personenbahnhof mit mehren Gütergleisen und angeschlossenem BW!!
(Mein Größenwahn wird nur von meinen Ansprüchen übertroffen)

2. Jedes Gleis muss von jedem anderen Gleis erreichbar sein. Das heißt, alle Gleise müssen am Ende in die zweigleisige Bahnstrecke münden. Das dritte Bahnsteiggleis sollte dabei so lang wie möglich weichenfrei sein.

3. Da sich der Bahnhof auf 4 Platten à 1,10 m verteilt, dürfen keine Weichen auf den Trennfugen liegen.

4. Die von mir im ersten Plan (Gleisplan 1) verbauten Weichen und Gleise sollten wiederverwendet werden. Es sollte so wenig wie möglich hinzugekauft werden.

Und dann fing ich an zu bauen. Die meisten Gleise liegen jetzt provisorisch auf der Korkunterlage, damit ich eine Vorstellung von meinem Plan bekomme, denn ein gezeichneter Plan liegt noch nicht vor!! Ich weiß auch nicht, weshalb ich immer den zweiten vor dem ersten Schritt machen muss.

Hier nun die ersten Fotos von der Stellprobe:


 

Blick von der rechten Raumseite über den gesamten Bahnhof.

Links unten schließt sich später ein bewegliches Teil an, das eine der beiden Zufahrten zum Schattenbahnhof darstellt. Man erkennt die zweigleisige Strecke und Gleis 3 mit einem (gedanklichen) Inselbahnsteig.

Insgesamt also drei Personengleise und drei Gütergleise. Dazu ein Durchfahrgleis und ein Rangiergleis (ganz links). Auf dem nächsten Foto ist der Bahnhof von der Gegenseite aus aufgenommen.

Dort, wo im Hintergrund allerlei Zeugs herumliegt bzw. steht, wird einmal das Bw entstehen, welches bis an die rechte Wand heranreichen soll. 

 

Der Bahnhof von der Gegenseite (Überraschung, wer hätte das gedacht!!). Deutlich ist links an Gleis drei der Raum für den späteren Inselbahnsteig zu erkennen.

Oben rechts zwei Stumpfgleise, über deren Verwendung ich noch grübeln muss. Evtl. Güterhalle oder/und Freiladegleis, ich weiß es noch nicht. Das Gleisstück ganz rechts liegt einfach nur so herum, es hat keine Bedeutung. Ich habe einfach vergessen, es wegzuräumen...

Verbaut wird Roco Line ohne Gleisbettung. Dabei finden Verwendung:

2 DKW, 1 EKW, 8 Weichen rechts, 5 Weichen links. Alles war vom letzten Versuch übriggeblieben. Alles in allem werde ich wohl 19 Weichenantriebe verbauen müssen.... Dazu kommen diverse Anschlüsse für die Gleise, die per Z-Schaltung in Betrieb genommen werden.

 

Blick von der Bahnhofsmitte auf die linke Ausfahrt. Um eine ungefähre Vorstellung von der Ausdehnung zu bekommen: Der abgestellt Schnellzug besteht aus 5 Altbau-Schnellzugwagen. An den beiden Hauptgleisen können durchaus 5-Wagen-Züge maßstäblicher 26,4 m-Wagen halten.
Die Nutzlänge liegt bei gut 2 m.

Der noch unvollendete Anschluss links wird zu einer Abstellgruppe führen. Ich habe eine ganze Reihe von Bahndienstwagen mit Kran, diverse Bahnpostwagen und ähnliches "Gerümpel", dass ich doch auch zeigen möchte.

 

 

Der linke Bahnhofskopf in sehr provisorischem Zustand. Es fehlen noch die Korkplatten.

Um aber eine Ahnung vom Endzustand zu bekommen (es fehlt, wie gesagt, die Zeichnung), habe ich alles mal so platziert, wie es am Ende wohl aussehen wird.

Man erkennt, dass das 3. Personengleis bis kurz vor der Einmündung in die zweigleisige Hauptstrecke weichenfrei ist!

Alle Gleise sind von der zweigleisigen Hauptstrecke zu erreichen.

Oben rechts liegt unnützerweise eine Linksweiche herum. Hier soll die Zufahrt zum Bw entstehen, welches dann in der linken oberen Ecke des Bahnhofs (im Bild rechts) aufgebaut werden soll.

 

ä

15.06.2012

Nachdem ich meinen "planlosen" Bahnhof  mehrfach bestaunt hatte, habe ich mich
aufgerafft und einen Plan gemacht! (Ja, mach nur einen Plan....!)
Hilfreich war da die kostenlose Software "TC-Edit" von Uhlenbrock-Elektronik
(www.uhlenbrock.de) zur Planung des hauseigenen Konstruktionsprogramms Track-Control.
Damit lässt sich leicht ein Gleisbild erstellen, wie es die Bahn hat. Das Resultat:

 

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